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zukunfts:blick

Ein Blick in die Zukunft:
Städte als Klimakiller oder Hoffnungsträger ?
Der Klimawandel zwingt zu grundlegendem Umdenken und erfordert neue Handlungsstrategien. Insbesondere bei der Planung und Gestaltung unserer Städte. Denn heute lebt schon mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Diese Agglomerationen sind für einen großen Teil der Produktion des Treibhausgases CO2 verantwortlich und damit für die Erderwärmung.
Die Städte werden sich daher verändern müssen, ebenso das Leben in den Städten.
Der Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC) sagt beim heutigen Emissionsausstoß eine globale Erwärmung um durchschnittlich 0,2 Grad pro Jahrzehnt voraus. Soll dieser Trend gestoppt werden, so muss der Verbrauch drastisch eingeschränkt werden.
Industrie- und Landwirtschaft, aber vor allem unser Alltagsleben treiben den Klimawandel voran: Ressourcen werden durch den täglichen Pendelverkehr, durch Heizen und Ernährung verbraucht. Die Herausforderung lautet: Nachhaltiges Handeln! Planung und Gestaltung und insbesondere das Leben in unseren Städten können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Die Stadt sollte zu einem multifunktionalen Ort der kurzen Wege werden. Verdichtung, kompakte Baumassen, Grünschneisen, Vernetzung regenerativer Energiequellen, Gebäudetechnologien und neue Baumaterialien, all das sind Bausteine für eine nachhaltige Stadt. Die Lebensmittelproduktion muss in Europa wieder sehr viel stärker in die stadtnahen Regionen, teilweise sogar in die Städte zurückkehren.
1910 standen die Städte im Zeichen der Industrialisierung vor bis dahin unbekannten Herausforderungen. Sie haben Lösungen gefunden, die die Gesellschaft verändert und das Bild der Stadt gewandelt haben. Die Herausforderungen im Angesicht des Klimawandels sind groß, und der Zukunfts:Blick in dieser Ausstellung will für dieses komplexe Thema sensibilisieren.
Wie die Stadt von morgen aussehen wird, dazu wollen wir Denkanstöße geben.



»Shrinking Car City« von Hybrid Space Lab

Zurzeit entwickelt sich ein Wettrennen in der Entwicklung von schnell beschleunigenden Elektroautos. Die elektrisch betriebenen Fahrzeuge finden v.a. im Hinblick auf Nachhaltigkeit Beachtung. Im Mittelpunkt steht daher zunächst ihre energetische Bilanz. Aber auch in städtebaulicher Hinsicht ergeben sich Chancen, wenn man es endlich wagt, die Elektromotoren nicht nur als technischen Fortschritt anzuerkennen, sondern auch als Anlass zu sehen, den Individualverkehr und somit auch den städtischen öffentlichen Raum neu zu definieren.
Das Auto schrumpft – und der öffentliche Raum der Stadt kann wieder wachsen!
 
Eine analytische Animation von Prof. Elizabeth Sikiaridi und Prof. Frans Vogelaar, 2010
Auskoppelung aus der Ausstellung

Downloads

SHRIKINGCARCITY_db.pdf

(deutsche bauzeitung 02/11, http://db.bauzeitung.de)

HYBRID_SPACE_LAB_INFO.pdf

Weitere Infos: www.hybridspacelab.net