Sternenpflaster unter der Pedale: der van Gogh-Radweg

Radeln über Sterne? Geht das? Möglich macht es der van Gogh-Radweg in Eindhoven. Weniger abenteuerlich als der Caminito del Rey, aber dafür leuchtend in der Dunkelheit und ebenfalls schön anzusehen. Im zweiten Teil der Mini-Serie „Ungewöhnliche Wege“ blicken wir zum Nachbarn Niederlande.

Die Inspiration kam vom Meister selbst: Vincent van Goghs Bild „Sternennacht“  hat den Künstler Daan Roosegaarde angeregt, einen knapp einen Kilometer langen Radweg anzulegen, dessen Leuchtwirkung auf tausenden LED-Lichtern basiert. In der Dunkelheit sieht es aus wie ein Sternenmeer. Der Strom für die grünen und blauen Lichter wird durch Solarenergie geliefert. Die Idee hinter dem van Gogh-Radweg ist, dass sich Kultur und Tourismus verbinden – oder auch einfach einen schönen Spazierweg zu schaffen. Daan Roosegaarde erläuterte dazu dem national public radio:
„You have people who are interested in technology to make landscapes which are energy neutral, you have people interested in cultural history and experiencing it in a contemporary way. You have boys and girls who have a first date and want to take their date to a special place.“
Konstruiert wurde der van Gogh-Radweg von Heijmans, im Jahr 2015 ist er eröffnet worden. Der Radweg ist Teil der van Gogh-Radroute in Brabant, welche die verschiedenen Orte in van Goghs Heimatgegend verknüpft.
Text: Timo Klippstein