Schattenwerfer

Platziert vor der grauen, nüchternen Mensa-Architektur des Standortes Kleve der Hochschule Rhein-Waal, imponiert das Kunstwerk „Schattenwerfer“ von Raimund Kummer: durch seine gelblich-grüne Farbe, seine netzartige Struktur und seiner „gequetschten“ Form – rund drei Meter schmal und fünf Meter hoch.

Die Herausforderung des Kunst-und-Bau-Wettbewerbes des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW bestand insbesondere darin, die beiden unterschiedlichen Standorte der Hochschule Rhein-Waal (Kleve) und Kamp-Lintfort, über die Kunst zusammenzuführen. Der Künstler Raimund Kummer ging mit seiner zweiteiligen Arbeit als Sieger aus diesem 2012 ausgelobten Wettbewerb hervor. Beide Werke sind autarke, in sich selbstständige Kunstwerke, die dennoch inhaltlich miteinander verbunden sind. Auf der Website des BLB heißt es dazu: „Kummer gelingt es, die Distanz zwischen den Standorten zu überwinden und eine Brücke zwischen ihnen zu schlagen.“

So entstand zwischen 2012 und 2014 in enger Zusammenarbeit mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherrn und Eigentümer auf dem Campus Kleve der „Schattenwerfer“, der im zweiten Teil seiner Arbeit dem „Schattenwurf“ auf dem Campus Kamp-Lintfort sein Pendant findet.

„Beide Arbeiten, ‚Schattenwurf‘ und ‚Schattenwerfer‘, spielen in ihrer offenen, organischen Form mit vielfältigen Bezügen zwischen Naturwissenschaft und Kunst bzw. kreativem Denken und Handeln. Zugleich sind beide Werke – jeweils einzeln wie auch im Zusammenspiel – ein eindrucksvolles Plädoyer für Offenheit und Neugierde im Denken, der Grundlage wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Arbeit“, heißt es weiter auf der Website des BLB.

Das Kunstwerk ist Tag und Nacht frei zugänglich zu betrachten. Weitere Projekte zum Thema Kunst am Bau finden Sie auf unserer Themen-Seite.

 

SCHATTENWERFER, 2014, HOCHSCHULE RHEIN-WAAL, STANDORT KLEVE

Angaben zur Kunst

Material: Glasfaser mit Epoxydharzoberfläche

Maße: ca. 5,40m hoch, 2,45m tief, 8,12m breit

 

Künstler:
Prof. Raimund Kummer, Berlin

Raimund Kummer, geboren 1954, studierte 1972 – 1975 Philosophie und Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin und parallel von 1972 – 1977 an der Hochschule der Künste Berlin, zuletzt als Meisterschüler von Fred Thieler. Nach dem Studium gründete er zusammen mit Hermann Pitz und Fritz Rahmann die Künstlergruppe Büro Berlin (bis 1987). Die Mitglieder der Gruppe wurden in den 1980er Jahren insbesondere mit temporären Arbeiten im öffentlichen Raum bekannt. In diesem Zusammenhang hielt sich Kummer in den 1980er Jahren zu längeren Studienaufenthalten in New York und Paris auf, von 1992 bis 1995 in Rom.

1995 wurde Raimund Kummer auf eine Professur für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig berufen. Zudem ist Kummer seit 2007 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Sektion Bildende Kunst).

Der Künstler lebt und arbeitet heutzutage in Berlin und Ripatransone/ Italien.

 

Angaben zum Verfahren

Auftraggeber:
Land Nordrhein-Westfalen
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Düsseldorf

Art des Verfahrens: 
beschränkter Wettbewerb, 2012

Bildrechte:
Gottfried Evers (eve).

Angaben zur Architektur

Baumaßnahme
Neubau der Hochschule Rhein-Waal am Standort Kleve

Standort:
Hochschule Rhein-Waal
Standort Kleve
Sommerdeich 20
47533 Kleve

Ansprechpartner:

 

Architekt:
nps tchoban voss
pbr Planungsbüro Rohling AG, Osnabrück
mvo Michael van Ooyen, Architekt

Planungs- und Bauzeit: 
2012/ 2014

 

Beschreibung:

Die Hochschule Rhein-Waal entwickelte sich nach Ihrer Gründung 2009 rasant. Bereits mehr als 6.000 Studierende sind in insgesamt 25 möglichen Bachelor- und zehn Masterstudiengängen in den Bereichen Naturwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Technik, sowie im Bereich Gesellschaftswissenschaft, Sozial- und Gesundheitswissenschaft eingeschrieben.

Die ursprünglichen Standorte erforderten eine zeitnahe Expansion und Suche nach neuen Campusstandorten. Die Fakultäten Technologie und Bionik, Life Sciences sowie Gesellschaft und Ökonomie konnten im September 2012 den neuen modernen Campus rund um den Spoykanal am Standort Kleve beziehen. Die Fakultät Kommunikation und Umwelt nahm zum Sommersemester 2014 ihren Lehrbetrieb auf dem neuen und modern gestalteten Campus in Kamp-Lintfort auf.