Die rhein:reise
Sie führt den Betrachter durch Raum und Zeit: Die Entwicklungen von Siedlungs- und Landschaftsraum in den letzten 100 Jahren wird anhand von Luftbildern und Stadtpanoramen veranschaulicht. Alte Ansichten von den Rheinstädten werden aktuellen Fotos gegenüber gestellt – ein Einstieg in das Thema in vier Abschnitten (Auszüge aus der Ausstellung):
2000 - 1975 Die Wasserlagen entlang des Rheins zwischen Bonn und Duisburg bieten heute vielfältige Wohn- und Bürostandorte, urbane Flaniermeilen, Landschafts- und Erholungsräume. Im Gegensatz zur pittoresken Romantik des Mittelrheins ist der funktionale Charakter des Rheins als größte Wasserstraße Europas mit großen, prosperierenden Binnenhäfen gleichermaßen prägend.
1975 – 1950 Schon im Zusammenhang mit der Wiederaufbauplanung nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden Planungen für neue Entlastungs- und Trabantenstädte an der Peripherie der Städte nach Entwicklungskonzepten, die nach dem Prinzip der Funktionstrennung die künftige Stadtentwicklung und urbanes Leben umfassend regeln wollten.
1950 – 1925 Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden trotz anhaltender Wohnungsnot und zunehmender Wirtschaftskrise monumentale Planungen vorgelegt, die den Rhein als Repräsentationsraum begriffen. Planungen aus den 1920 bis 1940er Jahren wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zum Teil wieder aufgenommen. Zur Idee des Verschmelzens von Stadt und Land gehörte die Wiederherstellung grüner Rheinufer.
1925 – 1900 Der Zeitraum war geprägt durch den Wettstreit der Städte um die zentrale Rolle im rheinischen Wirtschaftsraum. Die Konkurrenz spiegelte sich in der wachsenden Größe der unmittelbar am Wasser liegenden Industrieareale mit zeichenhaften Architekturen und großen Gebäudekubaturen wider. In Düsseldorf und Köln wurden neue Rathäuser im Zusammenhang mit neuen Rheinbrücken geplant.
