Paul Schneider von Esleben – Ausstellung in Wuppertal

Der Architekt Paul Schneider von Esleben hat mit seinen Bauwerken die Nachkriegsarchitektur der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre nachhaltig geprägt. Hierzu zählt auch das Hochhaus der Wuppertaler Sparkasse, deren Gebäude-Ensemble eingetragenes Baudenkmal ist. Dort widmet sich das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW vom 21. Januar bis 24. Februar 2016 mit einer Ausstellung dem Werk und Leben von Paul Schneider von Esleben. Die Ausstellung zeigt seine Arbeiten mit historischen Plänen und Entwürfen sowie Filmen. Zugleich verwandelt sich das auffällige Gebäude in ein begehbares Ausstellungsobjekt.

Das Erbe der Nachkriegsmoderne

Im Jahr 1962 gewann das Büro Paul Schneider-Esleben den offenen Wettbewerb für einen Verwaltungsneubau der Sparkasse. Spektakulär ist die Gestaltung des Bauwerks: eine Hängekonstruktion, bei der von der deutlich abgesetzten 19. Etage die weiteren zwölf Büroetagen abgehängt sind. So ergeben sich im Inneren stützenfreie Räume. Die Schalterhalle, ursprünglich mit kräftigen Farbakzenten belebt, galt als innovativer Raum für neue Kommunikationsstrategien für die Kundenberatung. Neben moderner Heiz- und Belüftungstechnik war eine Neuheit ein Drive-Inn Schalter, der sich von der Bundesstraße anfahren ließ. Heute ist der 75 Meter hohe Sparkassenturm zu einer markanten Landmarke der Stadt geworden.

In Nordrhein-Westfalen hat Paul Schneider von Esleben eine Reihe von Bauten hinterlassen, die die architekturgeschichtlichen Entwicklungen der 1950er und 60er Jahre spiegeln. Dabei umfasst sein Werk nicht nur den Bau von Bürohochhäusern, eleganten Bungalows und Kirchen. Es zeichnet auch eine gestalterische Vielfalt aus von der klassischen Moderne eines Mies van der Rohe über den Betonbrutalismus bis zur Postmoderne. Gebäude waren für ihn Gesamtkunstwerke, die er bis ins Detail – sei es Kunst am Bau oder das Mobiliar – durchgestaltet hat. Hierzu zählt ebenfalls das kinetische Objekt von Adolf Luther, das bis heute in der Sparkasse Wuppertal steht: 44 Stelen mit je 14 Hohlspiegeln bilden eine lange Wand. Das M:AI hatte den 100. Geburtstag von Paul Schneider von Esleben zum Anlass genommen, im Jahr 2015 eine Ausstellung zu PSE zu zeigen. Diese war im Foyer des Mannesmann-Hochhauses, einem frühen Hochhausbau des Architekten, und in der Architektenkammer NRW in Düsseldorf zusehen.

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 20. Januar 2016, um 19 Uhr

Kundenforum der Sparkasse Wuppertal, Islandufer 15, 42103 Wuppertal

Vortrag von Michael Okroy, Stadthistoriker

„…zeitweise größenwahnsinnig gewesen.“ Visionen der

Talachsenkonzeption in Wuppertal – ein Rückblick

Die Einladung zur Eröffnung als Download

Ausstellungszeiten und -ort

Paul Schneider von Esleben – Das Erbe der Nachkriegsmoderne

Zeit: Donnerstag, 21. Januar 2016, bis Mittwoch, 24.Februar 2016

Mo, Mi, Fr von 9-16 Uhr sowie Di und Do von 9-19 Uhr geöffnet

Ort: Sparkasse Wuppertal, Kundenforum, Islandufer 15, 42103 Wuppertal

www.sparkasse-wuppertal.de

  • Alle weiteren Informationen zu Paul Schneider von Esleben finden Sie auf unserer PSE-Themenseite.