Paul Schneider von Esleben – das Erbe der Nachkriegsmoderne

„Will man wissen, wie deutsche Architekten nach dem Krieg an die Internationale Moderne Anschluß gefunden haben, so kann darüber kaum ein Werk besseren Aufschluß geben als dasjenige Schneider-Eslebens.“ Heinrich Klotz, 1987

 

23. August bis 25. September 2015
Haus der Architekten, Zollhof 1, Mo – Do, 8 – 18 Uhr; Fr. 8 – 17 Uhr
Wirtschaftsministerium NRW, Berger Allee 25, Mo – Do, 8 – 18 Uhr; Fr. 8 -17 Uhr
Rochus-Kirche, Prinz-Georg-Str. / Ecke Bagelstr. , Fr 17 -20 Uhr und Sa + So 14 -17 Uhr

 

Am 23. August 2015 wäre Paul Schneider von Esleben 100 Jahre alt geworden. Er hat mit seinen Projekten die Nachkriegsarchitektur der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre nachhaltig geprägt. Gerade in Nordrhein-Westfalen hat er eine Reihe von Bauwerken hinterlassen, die die architekturgeschichtlichen Entwicklungen der ersten zwei Jahrzehnte nach dem Krieg spiegeln. Gebäude waren für ihn Gesamtkunstwerke, die er bis ins Detail – sei es Kunst am Bau oder das Mobiliar – durchgestaltet hat.
Das M:AI nimmt das Jubiläumsjahr zum Anlass, sich in einer Ausstellung dem Arbeiten und Leben des Architekten zu widmen. Die Ausstellung wird an zwei Orten gezeigt: im Haus der Architekten (Architektenkammer NRW) und in dem von Schneider von Esleben entworfenen Mannesmannhochhaus in Düsseldorf. Das Hochhaus wird zum größten Exponat der Ausstellung – hier wird die Geschichte des Bauwerks am Original vermittelt, denn es zeigt im Detail wie Schneider von Esleben entworfen und gestaltet hat.

 


Seiner Person als Künstler, Architekt, Unternehmer und Persönlichkeit in der Düsseldorfer Gesellschaft widmet sich der Ausstellungsteil in der Architektenkammer. Reizvoll für alle Besucher: Mit der Rochus-Kirche, der Haniel-Garage, der Rolandschule und dem ehemaligen Commerzbank-Gebäude befinden sich weitere seiner Projekte auf Düsseldorfer Stadtgebiet.

 

In diesem Spätsommer werden sich einige weitere Aktionen von unterschiedlichen Partnern in Düsseldorf mit Schneider von Esleben beschäftigen, so dass zusammen mit den Ausstellungen vielfältige Begegnungen mit dem Werk des Architekten möglich sind. Partner ist das Wirtschaftsministerium NRW als Mieter des Mannesmannhochhauses, das sonst nicht zugängliche Räume öffnen wird. Ebenso Partner ist die Architektenkammer, die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen beiträgt. Nicht zuletzt werden sich drei Künstler mit dem Werk des Architekten auseinandersetzen.

 

› Weitere Informationen zu Paul Schneider von Esleben und auch den Folgeausstellungen in Wuppertal und Hamburg finden Sie auf der Themenseite zu „PSE“.

 

Ausstellungskonzept
Paul Andreas, Düsseldorf
Ursula Kleefisch-Jobst, M:AI

Kuratoren
Paul Andreas, Düsseldorf und Karen Jung, M:AI

Projektleitung
Peter Köddermann, M:AI

Ausstellungsgestaltung
Martin Sinken, sinken architekten, Köln

Grafik
Nane Weber, blick heben, Köln

Ausstellungsbauten
Clemens Moser, Köln

 

Die Partner
Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW
www.mweimh.nrw.de

Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
www.aknw.de

Claudia Schneider-Esleben

www.schneider-esleben.de

http://paul.schneider-esleben.de

 

Übrigens: Das Architekturmuseum der TU München widmet sich ebenfalls dem Werk von Paul Schneider von Esleben. Hier liegt der Nachlass des Architekten, der Grundlage für die Überblicksausstellung „Paul Schneider-Esleben. Architekt“ vom 16. Juli bis 18. Oktober 2015 in der Pinakothek der Moderne ist.
www.architekturmuseum.de/ausstellungen/paul-schneider-esleben-architekt/