Durch die Wand

Sprichwörtlich mit dem Kopf durch die Wand geht die Installation der Münsteraner Künstlerin Pia Stadtbäumer am Neubau des Amtsgerichts in Lennestadt

Die vordere Hälfte des Bronzepferdes ist bereits durch die Betonwand verschwunden. Nur noch das Hinterteil ist sichtbar und scheint weiter durch die Wand gehen zu, um das Gebäude zu verlassen. Zur Arbeit gehört neben dem halben Pferdetorso eine kleine, kreisrunde Pflanzinsel, aus deren Mitte ein junger Baum wächst.

Das Arrangement findet sich im Innenhof des Neubaus und ist von außen nicht einsehbar. Lediglich durch die bodentiefen Fenster der angrenzenden Räumlichkeiten kann auf die Installation ein Blick geworfen werden.

 

 

DURCH DIE WAND, 2008, AMTSGERICHT LENNESTADT

Angaben zur Kunst

Material: Bronze

Künstler:
Pia Stadtbäumer, Düsseldorf

Die 1959 in Münster geborene Bildhauerin und Installationskünstlerin Pia Stadtbäumer studierte von 1981 – 1988 an der Kunstakademie Düsseldorf. In diesem Zeitraum erlangte sie 1986 ihr Patent als Meisterschülerin. 1996 – 1997 dozierte sie als Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste München, bevor sie seit 2000 als Professorin und stellvertretende Vorsitzende des Studiengangsausschusses Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg tätig ist.

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Angaben zum Verfahren

Auftraggeber:
Land Nordrhein-Westfalen
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Soest (jetzt zu BLB Dortmund gehörig)

Art des Verfahrens: 
beschränkter Wettbewerb, 2007

Bildrechte:
Jörg Fallmeier, BLB NRW Soest

Angaben zur Architektur

Baumaßnahme
Neubau des Amtsgerichts Lennestadt

Standort:
Amtsgericht Lennestadt
Kölner Straße 104
57368 Lennestadt

Planungs- und Bauzeit:
2006 – 2007

Beschreibung:

Der BLB NRW Soest investierte vier Millionen Euro in den Neubau mit seinen 1.780 Quadratmetern Mietfläche. Neben Büros, Servicebereichen und dem Grundbuchamt entstanden ein Zivilsitzungssaal und ein Strafsitzungssaal.

Als Symbol für die Bürgernähe des Amtsgerichts ist das Gebäude transparent, lichtdurchflutet und modern gestaltet. Die zweigeschossigen Verglasungen des großzügigen Eingangsfoyers gestatten Durchblicke über den Innenhof bis in die Sitzungssäle.

Das gesamte Gebäude ist behindertengerecht erschlossen.

> Weitere Kunst-am-Bau-Projekte gibt es auf „Kunst und Bauen in NRW“