Die Marke PSE – Architektur zwischen Erhalt und Abriss

„Die Freiheit des eigenen Maßstabs: So war er. Präsent, souverän und dionysisch. Provokant und versöhnlich. Fast schon ein Koloss.“ Fabian Wurm über PSE, Juli 2007
Der Ausstellungsteil „Die Marke PSE – zwischen Abriss und Erhalt“ im Haus der Architekten widmet sich dem  Werk von Paul Schneider von Esleben (1915-2005) und seiner schillernden Persönlichkeit aus Anlaß des 100. Geburtstages des Künstlers. Die Schau greift ganz bewußt die Abkürzung PSE auf – der Architekt nutzte sie zunächst als Signatur, später auch als Markenzeichen. 1948 gründete PSE als junger Architekt in Düsseldorf sein Büro. Schon bald bewegte er sich mit sicherem Instinkt inmitten der Düsseldorfer Gesellschaft der Wirtschaftswunderjahre – den aufbegehrenden Künstlern der Kunstakademie ebenso zugewendet wie den um Bauaufgaben nicht verlegenen Auftraggeberkreisen aus Großindustrie und Finanzwelt. Die Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit, der Wunsch nach Neuem und Modernität bestimmte seine Arbeit ein Leben lang – entsprechend ist auch sein architektonisches Werk durch eine Vielzahl von formalen Ansätzen und stilistischen Strömungen geprägt. Anstatt nur die wichtigsten, vor allem im Rheinland entstandenen Bauwerke Revue passieren lassen, möchte die Ausstellung aber auch zeigen, was aus den Bauten  geworden ist, wie man mit ihnen bis heute umging: Das Spektrum reicht dabei von liebevollem Erhalt über Um- und Weiterbauten bis hin zum unwiederbringlichen Abriss. Aber auch der Mensch Paul Schneider von Esleben kommt in der Ausstellung zu Wort:  Als genialer Zeichner und Aquarellist, scharfsinniger Karikaturist, passionierter Segler und Bon Vivant verquicken Werk und Persönlichkeit zu einem schwer nur voneinander zu trennenden Ganzen. Kurzinterviews mit Kollegen und Zeitgenossen fangen die Facetten seiner vielschichtigen Persönlichkeit ein.

Im Mannesmannhaus wird ein weiterer Teil der Ausstellung mit dem Titel: „Das Mannesmann – Architekturikone des Wirtschaftswunders“ gezeigt: Das Bauwerk ist dabei größtes Exponat, in dem die Gestaltungsleistung Paul Schneider von Eslebens beispielhaft präsentiert wird. Hier wird gezeigt, wie er in den USA recherchiert hat, wie er für das Mannesmannhaus Speziallösungen gefunden hat, und letztlich wird die Geschichte der Materialwahl für das Gebäude skizziert.

Ausstellungsorte
Ausstellung im Mannesmannhochhaus/Wirtschaftsministerium: „Das Mannesmann – Architekturikone des Wirtschaftswunders“, Berger Allee 25, 40213 Düsseldorf www.mweimh.nrw.de
Ausstellung im Haus der Architekten: „Die Marke PSE – Architektur zwischen Erhalt und Abriss, Zollhof 1 in 40221 Düsseldorf, Mo – Do, 8 – 18 Uhr; Fr. 8 – 17 Uhr
www.aknw.de

Flyer zum Download
Flyer_PSE.pdf

Mehr zu Paul Schneider von Esleben