Das Haus: vom Block zur Zeile zum Punkt.

Die Frage, wie sich Wohnung und Haus den unterschiedlichen Bedürfnissen seiner Bewohner anpassen lassen, beschäftigt Architekten zu allen Zeiten. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde um Mindestanforderungen, Funktionalität und Standards gerungen. Die aktuelle Architekturdebatte kreist ebenfalls um Fragen der Optimierung, aber auch der Nachhaltigkeit, der Flexibilisierung von Grundrissen und der Stärkung von Quartieren. Dabei ist das Finden einer Lösung nicht einfach.

Der heutige staatlich geförderte Wohnungsbau unterliegt einer Vielzahl von Beschränkungen, insbesondere was die Wohnungsgrößen und die Zuschnitte der Wohnungen anbelangt. So ist es für Architekten eine besondere Herausforderung trotz des engen Regelwerks, neue gestalterische, lebenswerte Lösungen zu finden. Baugruppen und Genossenschaften sind oftmals die experimentierfreudigeren Bauherrn, die sich mit viel Engagement in den Planungsprozess einbringen. Wohnungsbaugesellschaften tragen eine besondere Verantwortung, ihre historischen Siedlungen zeitgemäßen Anforderungen anzupassen.

Beispiele des bezahlbaren und geförderten Wohnungsbaus

Aktuelle Beispiele –  in Deutschland und im benachbarten Ausland – zeigen, wie Bauherren, Bewohner und Architekten, ihrer Lebenswelt entsprechend das passende Haus entwerfen und bauen. Dabei reichen die Wohnkonzepte vom Leben in der Gemeinschaft bis zu den eigenen vier Wänden. Die Typologien sind vielfältig: Vom innerstädtischen Baublock über die Siedlung und das Quartier bis hin zum Reihenhaus und dem bezahlbaren Eigenheim.

 

> Weitere Informationen zu „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar.“

 

Titelfoto: Ein Rendering für das Projekt von MVRDV und Traumhaus in Mannheim auf dem Gebiet der Franklin-Kaserne/ Funari. Foto Rendering: ©MVRDV; Foto Modell: ©MVRDV, Made by Mistake