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Deutsch-französisches Symposium

Strategien des Wandels.
Die IBA Emscher Park (1989-99) - ein planerisches Experiment und Anschauungsmodell 

Eine Veranstaltung des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und der
Cité  d’architecture et du patrimoine im Rahmen der Ausstellung „Projektion Ruhr. IBA Emscher Park – Un Laboratoire urbain“. Gefördert und begleitet durch das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und Teil des Kulturprogramms artention – Kunst und Kultur aus Nordrhein-Westfalen.

Dienstag, 27. Januar 2009, 17:00 – 20:30 Uhr
Auditorium der Cité de l’architecture et du patrimoine, Paris
Place de Trocadéro et du 11 Novembre, Paris 75116

Thema

Metropolen, Metropolregionen wie das Ruhrgebiet haben eines gemeinsam -  sie müssen einen tiefgreifenden Strukturwandel verkraften und bewältigen: von der Industriegesellschaft zur globalisierten Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, vor dem Hintergrund eines einschneidenden demografischen Wandels und dramatischen Klimaveränderungen. Neue städtische Strukturen und urbane Stadtlandschaften benötigen Planungsprozesse, die auf diese Herausforderungen zugeschnitten sind.

Mit den zunächst nationalen und dann später internationalen Bauausstellungen hat sich in Deutschland seit dem Beginn des letzten Jahrhunderts ein innovatives Instrumentarium zur Stadt- und Raumplanung entwickelt, das in einem jeweils spezifischen Kontext und bei städtebaulichen Problemlagen einen entscheidenden Impuls für nachhaltigen Wandel setzte.
 
Ende der 1990er Jahre fand im Ruhrgebiet die Internationale Bauausstellung Emscher Park statt. Mehr als der Name des Programms aussagt, war die IBA Impuls für stadtplanerische, gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen in der Region Ruhrgebiet. Erstmals wurde im Rahmen einer IBA eine ganze Städteregion thematisiert.

Die Umsetzung neuer Planungskultur, die Förderung von identitätsstiftenden Projekten und die Neunutzung ehemals industriell verbrauchter Flächen in den Städten des Ruhrgebiets standen im Mittelpunkt dieser IBA. Landschaftsentwicklung als Basis für ökonomisch nutzbare Räume, die Sicherung und Präsentation von Industriearchitektur als qualitativ hochwertige und geschichtsträchtige Bauwerke einer Region und interkommunale Handlungsstrategien zur Entwicklung neuer Projekte wurden zu Alleinstellungsmerkmalen des Strukturwandelprogramms.
Obwohl die IBA Emscher Park vor zehn Jahren - 1999 -  abgeschlossen wurde, wirken die Impulse, die gesetzt wurden, bis heute in die Region. Darüber hinaus hat diese IBA auch national und international Beachtung gefunden, da sie mit selbstbewussten, innovativen Projekten einen Strukturwandel in Gang gesetzt hat. So wurden mit großem Interesse die Planungsprozesse zwischen Emscher und Ruhr auch in Frankreich beobachtet. Mit genauso großem Interesse werden heute aktuelle städtische Umbauprogramme in Paris, Lille und der Ile-de-Nantes von deutscher Seite betrachtet und zum Teil auch mit den Erfahrungen der IBA Emscher Park begleitet. 

Welche Strategien sind heute in Frankreich und Deutschland angebracht, insbesondere im Zeichen der Globalisierung und der unausweichlichen Forderung nach Nachhaltigkeit und ressourcensparenden Lösungen? Gibt es ein „Learning from IBA“ und welche Ansätze sind heute tragfähig und zukunftsgerichtet?
Zu diesen Themen sind Fachleute beider Länder eingeladen Ansätze zu präsentieren und diskutieren. 


Beteiligte

  • Francis Rambert
    Direktor Institut français d’architecture, Paris
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  • Dr. Ursula Kleefisch-Jobst
    Generalkuratorin des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW
  • Prof. Rudolf Scheuvens
    Stadtplaner, Universität Wien
  • Prof. Peter Zlonicky
    Stadtplaner, München
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  • Prof. Thomas Sieverts
    Stadtplaner, Bonn
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  • Prof. Mischa Kuball
    Künstler, Düsseldorf
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  • Francoise-Hélène Jourda
    Architektin, Lyon
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