Museum X (2005-2007)
"Museum X" ist der Name einer temporären Installation im ehemaligen Stadttheater in Mönchengladbach: Entwickelt wurde diese Intervention von der Kommunikationsagentur realities:united anlässlich der sanierungsbedingten Schließung des Museums Abteiberg. Es entstand nicht nur eine Ausweichmöglichkeit für das ausgelagerte Museum, sondern ein Ort, an dem Architektur, Kunst und der aktuelle Umbauprozess thematisiert werden konnten.
Grundidee des Konzepts von realities:united war eine "Museumssimulation als Skulptur“ im Stadtraum. Mit großflächigen textilen Fassadenelementen, mit aufgedruckter, maßstabsvergrößerter Waschbetonoberfläche und durch wenige Ein- und Anbauten wurde der Baukörper in einen imaginären Museumsbau verwandelt. Der gläserne Bau wurde zu einem geschlossenen monolithischen Körper umgewandelt. Das Ergebnis war eine Kreuzung zwischen einer Raumskulptur und einem Repräsentationsbau im Stil der Nachkriegsmoderne. Die Fahne auf dem Bühnenturm und der Schriftzug "Museum" auf dem Theaterbau zeigten unerschütterliches Selbst- und Sendungsbewusstsein an, doch blieb die übertriebene Geste an jeder Stelle transparent, so dass ernsthafte Missverständnisse ausgeschlossen wurden und der spielerische Charakter unverkennbar war.
Fast wie eine „Werbeskulptur“ stand das Museum X in der Stadt und bot Platz für kleine experimentelle Ausstellungen und andere Veranstaltungen. Nutzbar war ausschließlich das Foyer, das durch Neonbeleuchtung, Verspiegelung und weiße skulpturale Einbauten aus der Holleinschen Architektur des Museum Abteiberg zitierte.
Zahlreiche Veranstaltungen unter anderem ein künstlerisches Filmprojekt waren Bestandteil von Museum X. Ein Kooperationsprojekt des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und des Museum Abteiberg Mönchengladbach.
