de | en

Technologiezentrum Lüntec

Lünen

Nach über sieben Jahrzehnten Steinkohleförderung wurde die Zeche Minister Achenbach am nördlichen Rand des Ortsteils Lünen-Brambauer 1990 stillgelegt. Neu genutzt werden die Gebäude seit 1995: Das hier entstandene Technologiezentrum Lüntec ist multifunktional, seine Schwerpunkte sind die Gesundheits-, Umwelt- und Kreislaufwirtschaft sowie Softwareentwicklung.

Die Fassaden des denkmalwürdigen Gebäudeensembles wurden in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Die Lohnhalle mutierte zum Versammlungsraum, in den Kauengebäuden wurden Büros untergebracht, das Schachtgebäude ist für eine Büro- und Labornutzung umgestaltet worden. Die Umbauarbeiten der Jahre 1993 bis 1995 krönt ein kreisförmiges Bürogeschoss des Designers Luigi Colani, das als „UFO“ auf dem ehemaligen Fördergerüst gelandet zu sein scheint. Das Objekt, im Volksmund „Colani-EI tituliert–, ist heute Landmarke und Symbol für den Strukturwandel der Stadt. Hier befinden sich 300 m² Bürofläche in einer Höhe von 37m. Entwickelt wurde der Standort durch die Lüntec-Technologiezentrum Lünen GmbH, die 1991 von elf Gesellschaftern als Managementgesellschaft gegründet worden ist. Schon zu Beginn hat sich am Standort das Wirtschaftsförderungszentrum Lünen angesiedelt, ein zentraler Ansprechpartner für unternehmerische Entwicklungsmöglichkeiten.

2001 wuchs der Technologiepark im Bereich des früheren Fördermaschinenhauses um ein Gründerzentrum. Existenzgründer und junge Unternehmen können hier flexibel gestaltbare Räume und ein umfassendes Service und Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Seit 2005 befindet sich das Wirtschaftsförderungszentrum Ruhr für Entsorgungs- und Verwertungstechnik im Technologiezentrum, eine freiwillige Initiative von öffentlichen und privaten Unternehmen ist, die Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft im Ruhrgebiet fördert. 2007 eröffnete außerdem die „Business Academy of Applied Science”, eine Akademie für berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung. Derzeit arbeiten rund 300 Beschäftigte in 58 Unternehmen am Standort. Der benachbarte Gewerbe- und Technologiepark „Im Berge Ost” bietet Potenzial für weiteres Wachstum. Aktuell bestehen Planungen, das „Colani-Ei” umzubauen: In der darunter liegenden Schachthalle sollen 600 m² Büroflächen und ein Tagungsraum für die Lüntec-Mieter entstehen. Weiterhin ist ein Ergänzungsbau für Büros geplant.

Technologiezentrum Lüntec, Lünen

Bauherr: Lüntec-Technologiezentrum Lünen GmbH

Umbau Zechengebäude und Wohnungsneubau: Weiß Architektur- und Ingenieurbüro (Lünen), Baucoop Arthur Mandler (Köln)
Umbau Fördergerüst: Designer Luigi Colani (Karlsruhe)

Planungszeitraum: 1993 – 1995
seit 2001 Ansiedlung weiterer Arbeitszentren

Fläche / Größe: Rd. 300 Beschäftigte in 58 Unternehmen