Landwehrbach
Castrop-Rauxel, Herne
Im südöstlichen Stadtgebiet der Stadt Castrop-Rauxel, im Stadtteil Merklinde, entspringt der Landwehrbach. Von hier aus fließt der Bach durch das Stadtgebiet von Castrop-Rauxel, unterläuft den Rhein-Herne-Kanal und mündet schließlich in der Stadt Herne in die Emscher.
Auf seiner Länge von 9 km und einem Einzugsgebiet von 17,1 km² besitzt er mehrere Nebenläufe, die weite Teile des Stadtgebietes von Castrop-Rauxel und Teile von Herne entwässern.
Innerhalb der Stadt Castrop-Rauxel ist der Landwehrbach über weite Strecken verrohrt. Der ökologische Umbau im Zuge der Emscher Renaturierung erfolgt in zwei Abschnitten: Schon heute hat die Stadt Castrop-Rauxel den Umbau des Landwehrbaches auf den Kilometern 9,91 bis 8,50 durchgeführt und einen unterirdischen Abwasserkanal errichtet. Nun folgt bis zum Jahr 2012 eine Umgestaltung der Kilometer 8,50 bis 6,92 auf städtischem Gebiet.
Eine Herausforderung ist die Lage des Baches im Innenstadtbereich von Castrop-Rauxel. Hier wird eine teilweise Offenlegung des Baches „Wasser“ erlebbar machen. Gebaut wird ein Abwasserkanal für diesen Abschnitt und die Emschergenossenschaft hat bereits Teilstücke des Landwehrbaches ökologisch umgestaltet. Im Vorlauf wurde bereits in den 1980er Jahren der Oberlauf des Roßbaches in Herne renaturiert.
Während der IBA wurde zudem ein geschlossenes Abwasserkanalstück auf dem Gelände des Dienstleistungs-, Gewerbe- und Landschaftsparks Erin geöffnet und eine Flutmulde angelegt. So entstand ein erlebbarer Flussverlauf, der sowohl gestalterische Qualität besitzt, als auch die Funktion eines Reinwasserlaufes, der die Wassermenge über die Erinachse abführt. Am westlichen Rand des Erin-Geländes nimmt der Landwehrbach das Wasser des Roßbaches auf und fließt weiter zur Emscher. In diesem letzten, sechs Kilometer langen Abschnitt ist noch keine Umgestaltung realisiert worden. Angedacht ist jedoch ein weiterer Umbau des Landwehrbachsystems in Teilabschnitten bis zu seiner Mündung.
Landwehrbach, Castrop-Rauxel, Herne
Projektträger: Emschergenossenschaft, Stadt Castrop-Rauxel, Stadt Herne
Architektur
1. Abschnitt
Landschaftsplanung: Ingolf Hahn Landschafts- und Umweltplanung (Essen)
2. Abschnitt (6,27km bis 6,87 km)
Vorplanung: Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH (Erftstadt/ Dortmund/ Solingen/ Koblenz)
Landschaftsplanung: Ingolf Hahn Landschafts- und Umweltplanung (Essen)
3. Abschnitt (0,00km bis 6,27 km)
Vorplanung: Ingenieurbüro Steinbrecher + Gohlke (Porta Westfalica)
Entwurfsplanung (0,00km bis 2,65km) Ingenieurbüro AEW Plan GmbH (Köln)
Planungszeitraum: Seit 1980 bis voraussichtlich 2019
Fläche /Größe: 9 km lang, Gesamteinzugsgröße: 17,1 km²



