Architektur, Stadt und Künste
Kunstlabore zur Plan10
Die zwölfte Ausgabe des alljährlich stattfindenden Architekturfestivals plan im Jahr 2010 in Köln hat sich der Wechselbeziehung zwischen Architektur, Stadt und den Künsten gewidmet. Gattungsübergreifend waren neben den bildenden Künsten auch unterschiedlichste mediale literarische, klangliche und performative Ausdrucksformen vertreten. Der Ausstellungs- und Veranstaltungsparcours mit etwa 40 Projektbeiträgen und rund 100 einzelnen Terminen führte quer durch die gesamte Stadt.
"KunstLabore in der Stadt" war der Titel des Beitrags des M:AI zur plan10. Präsentiert wurden zwölf Standorte der Kunst, die im Laufe der vergangenen 30 Jahre in Köln entstanden sind – von Künstlern ausgewählt und eng mit dem Kunstschaffen verwoben. Alle Orte leisten einen subtilen Beitrag zur Stadtentwicklung. Durch ihre Inszenierung werden sie zu einem Kunstlabor, sind künstlerischer Beitrag zum Stadtbild oder Impuls für die Stadtquartiere - unkommerziell und experimentierfreudig. Diese Orte sind oft nicht an den klassischen Stätten der Kunst zu finden, sondern auf brachgefallenen Industriearealen. Sie helfen, sogenannte Unorte mitten in der Stadt ganz neu ins Blickfeld zu rücken und gehen den Dialog mit der Umgebung ein. Präsentiert wurden die KunstLabore am plan-meetingpoint in zwölf Künstler-Videos (Kuratorin: Friederike van Duiven). Begleitend fand eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: UN/MGENUTZT. Was bewirken freie Kunsträume in Köln? statt.
Zeit: 26.9.2010, 11 Uhr, plan meeting-point.
Weitere Infos im pdf.
Weitere Programmteile:
- eine Plakatkampagne, bei der Künstler und Architekten wie Martin Mlecko, Hans Winkler oder GRAFT stadtverändernde Projekte darstellen, für die sie sich jenseits ihres „Tagesgeschäfts“ engagieren. Ein begleitender „Werbeclip“ dazu wird von dem Künstlerduo GrawBöckler gedreht.
- ein von Georg Elben kuratiertes Ausstellungsprojekt, bei dem sechs internationale Positionen der aktuellen Videokunst zum Thema Architektur und Stadt präsentiert werden.
- eine für alle plan-Besucher zugängliche Hotel-WG mit internationalen Bewohnern aus Architektur, Kunst und Theorie sowie mit Markus Ambach als dem Hauptmieter, Gastgeber und Moderator der dort stattfindenden Projektworkshops und Publikumsveranstaltungen.
- eine stadträumliche Intervention, die von der Architekten- und Künstlergruppe osa office for subversive architecture auf dem „kleinen Offenbachplatz“ vor dem Schauspielhaus realisiert wird.
- der Start des Projekts „Was isst Ehrenfeld?“ zur Entwicklung einer grünen Durchwegung samt urbaner Agrikultur in Köln-Ehrenfeld, konzipiert von Bohn & Viljoen Architects und dem Landschaftsarchitekten Dirk Melzer.
- Die Kampagne „Sehen lernen“ der Landesinitiative StadtBauKultur NRW mit der „Sehstation“, die in Köln zeitgleich mit plan10 eröffnet wird und ein insgesamt dreiwöchiges Veranstaltungsprogramm bietet.
plan wird gefördert von der Stadt Köln und dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Partner sind das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW und die GAG Immobilien AG. plan ist ein Projekt der Initiative StadtBauKultur NRW.

