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LAVA Masdar Plaza – eine Oase der Zukunft © Lava / atelier illume

Ausstellungskapitel

Die Ausstellung Post Oil City
Post Oil City widmet sich städtebaulichen Lösungen und Utopien vor dem Hintergrund des absehbaren Endes fossiler Brennstoffe und des Klimawandels. Die Ausstellung präsentiert Projekte, die nach Kriterien wie Nachhaltigkeit (Energie und Bauen) und Mobilität (Energie und Verkehr) ausgewählt wurden. Sie zeigt neben dem Rückblick innovativer Lösungen aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts derzeitige international herausragende Versuchsstädte wie Masdar City ( Abu Dhabi) und Xeritown (Dubai) das NEST-Städtebauprojekt in Äthiopien sowie die Überlegungen zum Tempelhoferfeld in Berlin. www.ifa.de

Ergänzungsteil
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ick in die Geschichte
Seit jeher entwickelten sich Siedlungen und Städte nur dort, wo Ackerbau möglich war. Selbst in der mittelalterlichen Stadt wurden Lebensmittel direkt vor den Stadtmauern produziert – die Wege waren kurz, die Reststoffe der Stadt wurden als Dünger genutzt. Weit ins 19. Jahrhundert hinein beschäftigten sich Fachleute mit diesem engen Bezug von Agglomerationen und Landwirtschaft theoretisch und praktisch. Als Ende des 19. Jahrhundert die Städte explosionsartig wuchsen, entwickelte Ebenezar Howard das Siedlungsbild einer Gartenstadt, die ebenfalls von landwirtschaftlichen Gürteln umschlossen war. Mit fortschreitender Industrialisierung drifteten Siedlungs- und Anbauflächen immer weiter auseinander – nicht ohne Gegenbewegungen mitten in den Städten: Armengärten, Schrebergärten, beispielhafte Gartenstädte wie die Römerstadt Frankfurt, Gärten in zerbombten Städten. 

Renaissance urbaner Agrikultur
Zahlreiche Utopien aber auch reale Projekte beschäftigen sich seit einigen Jahren innovativ mit der Produktion von Lebensmitteln in der Stadt. Die Ansätze sind vielfältig:
Vielen ist noch der niederländische Pavillon zur Expo 2000 in Hannover in Erinnerung: Die Nutzflächen waren in einem offenen Gebäude „gestapelt“. Aus dem Jahr 2009 stammt der Entwurf der „Dragonfly - Metabolic Farm for Urban Agriculture” von dem belgischen Architekt Vincent Callebaut – eine urbane Farm, die komplett autonom mit Kreislaufsystemen arbeitet.
Ganz real sind die Prinzessinnengärten in Berlin auf einer innerstädtischen Brachfläche. Obst und Gemüse werden hier angebaut und verkauft. Oder: An der Universität Shenyang, Peking, ist der Campus in eine Reisplantage verwandelt worden.

„Urbane Landwirtschaft“ aus der Region
Die Ausstellung in Alsdorf präsentiert zudem Projekte aus der Umgebung: Zum Beispiel Agrohort: Auf dem zwischen Meckenheim und Rheinbach gelegenen Campus Klein-Altendorf entsteht im Rahmen der Regionale 2010 in den kommenden Jahren ein „Science-to-business-Center“ - wissenschaftliche Ergebnisse sollen so schneller in eine praktische Anwendung überführt werden. Gleichzeitig entsteht eine für die interessierte Öffentlichkeit zugängliche Forschungs- und Produktionslandschaft für Landwirtschaft und Gartenbau. Oder: Das Projekt :terra nova, das die Umstrukturierung der rheinischen Tagebauregion begleitet, u.a. mit der Umgestaltung der Fernbandtrasse zu einem Biosphärenband oder der Entwicklung eines interkommunalen Kompetenzareals. Weitere Projekte: Grüngürtel Pulheim, Grünes C Bonn, Belvedere-Park Köln (alle: www.regionale2010.de) und der Pferdeland-Park-Aachen.

 

Curitiba:Bushaltestelle in Curitiba („oberirdisches U-Bahnsystem“), 1980, Team: IPPUC (Instituto de Pesquisa e Planejamento Urbano de Curitiba), Jaime Lerner, Foto: IPPUC, Jaime Lerner
Niederländischer Pavillon der EXPO 2000 von MVRDV. Foto: Hans Werlemann
Dragonfly - Metabolic Farm for Urban Agriculture” von dem belgischen Architekt Vincent Callebaut
Prinzessinnengarten, Berlin:"Marco Clausen / Prinzessinnengarten"
Planungen zum Grünen C der Regionale 2010