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Halde Rheinelbe und Skulpturenwald

Gelsenkirchen

Das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Rheinelbe ist Teil des IBA Emscher Park-Projektes „Restflächen in der Industrielandschaft”. Auf der ca. 50 Hektar großen Fläche im Süden Gelsenkirchens, wurden ein ehemaliger Zechenstandort und eine Halde gestaltet, die über den Stadtteilpark des Wissenschaftszentrums Rheinelbe an das Stadtzentrum von Gelsenkirchen angebunden sind. In dem Wald befindet sich in dem ehemaligen Schalthaus der Zeche die Forststation Rheinelbe.

Die Konzeptentwicklung für das Areal basiert nicht auf einem klassischen Planungsprozess, sondern auf die Beauftragung des Landart Künstlers Hermann Prigann, der mit seinen Installationen einen Skulpturenwald entstehen ließ. Kunst erschließt, öffnet und verbindet heute die Fläche. Großskulpturen, zusammengesetzt aus industriell hergestellten und natürlichen Materialien stellen Rückbezüge zur Geschichte des Raumes, der Region und der Natur her.
Eine Lichtillumination lässt einen ehemaligen Bunker zur „blauen Grotte“ mutieren. Portalskulpturen begrüßen an verschiedenen Zugängen die Besucher. Kunst in verschiedensten Formensprachen führt über die Fläche.

Parallel zu den Installationen ist Rheinelbe zu einem Refugium für Pflanzen und Tiere geworden. Ein Förster führt durch den Landschaftsraum, zeigt Natur auf, die in der Folge der industriellen Nutzung die Rückeroberung des Areals angetreten hat. Sein Forsthaus, ein ehemaliges Umspannwerk verschiedener Zechenanlagen in der Nachbarschaft, dient als Veranstaltungs- und Weiterbildungsort. Der südliche Bereich des Areals wird durch ein Haldenbauwerk, den „Spiralberg“ begrenzt. Auf das Dach der weithin sichtbaren Landmarken führt die „Himmelstreppe“ des Künstlers.  

Halde Rheinelbe und Skulpturenwald ,Gelsenkirchen

Projektträger
Halde: Ruhrkohle AG, heute RAG (Herne)
Industriewald:  Landesbetrieb Wald und Holz, Regionalforstamt Ruhrgebiet

Leitbild der Waldfläche: Prof. Jörg Dettmar, IBA Emscherpark GmbH (Gelsenkirchen)
Künstlerische Inszenierung: Skulpturen: Hermann Prigann (Portals Nous, Spanien);
Schalthaus: Böll / Krabel (Essen)

Planungszeitraum: 1995 – 1999

Fläche / Größe: 50 ha